Gesundheitsmanagement

Suchtprävention

Sucht betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und alle Altersgruppen, unabhängig vom Geschlecht. Eine Abhängigkeit von Suchtmitteln und anderes suchtbedingtes Verhalten sind keine Frage von Willen bzw. Willensschwäche, sondern es handelt sich hierbei um Krankheiten, die fachkundiger Behandlung bedürfen. Abhängigkeitserkrankungen entwickeln sich allmählich und werden häufig erst dann wahrgenommen, wenn psychische, physische und/oder soziale Auffälligkeiten zu Tage treten. Ein frühes ansprechen von Auffälligkeiten, zum Beispiel im direkten Gespräch mit dem Betroffen, ist daher enorm wichtig.

Sind Sie abhängig oder suchtgefährdet? Möchten Sie Betroffene unterstütuzen? Im Zusammenahng mit Sucht und Suchterkrankungen sind wir alle dazu aufgerufen, im Rahmen unserer Möglichkeiten tätig zu werden!

Beratung und Unterstützung an der CAU finden Sie, Betroffene, Kolleg*innen und Vorgesetzt*innen durch die unten aufgeführten Ansprechpartner*innen. Eine Beratung ist während der Arbeitszeit möglich. Die Gespräche sind absolut vertraulich.

Ansprechpartner*innen:

Suchthelfer*innen

Die internen Suchthelfer*innen bieten Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene,Vorgesetzt*innen und Kolleg*innen an. Die Gespräche sind absolut vertraulich.

Die Suchthelfer*innen stellen sich Ihnen vor:


Florian Hurka

Suchthelfer Florian Hurka Mein Name ist Florian Hurka. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Lehrkraft am Institut für Altertumskunde im Fach Latein. Ich bin verheiratet und Vater zweier Töchter. Als ich die Möglichkeit bekam, mich in einer einjährigen Zusatzausbildung zum Suchtkrankenhelfer schulen zu lassen, habe ich sofort ja gesagt und so arbeite ich nun seit Anfang 2017 zusammen mit meiner Kollegin Heike Schmidt als ehrenamtlicher Suchthelfer an unserer Universität.
Die Gespräche sind absolut vertraulich und sollen als erster Anlaufplatz und Ort der Orientierung verstanden werden. Beurteilungen oder gar Diagnosen sind hier vollkommen fehl am Platz. Sie entscheiden über die Inhalte und das Tempo - und natürlich darüber, wie es weitergehen soll. Sie erreichen mich unter der Durchwahl -2272 oder per Email: fhurka@email.uni-kiel.de
 

Heike Schmidt
Suchthelferin Heike SchmidtIch bin 1959 geboren und lebe seit 1984 in Schleswig-Holstein. In den Jahren 1999 bis 2002 habe ich zu dem Dipl.-Verwaltungswirt (1980) eine weitere Ausbildung gemacht und diese mit dem „Heilpraktiker für Psychotherapie“ abgeschlossen. Aufgrund dieser Qualifikation habe ich die Zulassung für Gesprächspsychotherapie. Ferner bin ich seit 2002 intensiv tätig in der systemischen Aufstellungsarbeit. 2012 kam dann noch meine Ausbildung zur Suchtkrankenhelferin dazu.
2003 habe ich bei der CAU zu Kiel in der Abteilung Personalmanagement als Sachbearbeiterin für Tarifrecht angefangen und konnte in dieser Zeit wertvolle Erfahrungen machen. Anfang 2010 ergab sich dann die Möglichkeit, in den Psycho-Sozialen Dienst zu wechseln. Ich kann hier meine eigenen Erfahrungen und die Erkenntnisse aus der langjährigen therapeutischen Arbeit einbringen. Diese Aufgabe wahrnehmen zu können, war und ist mir eine tiefe Freude.

Sie erreichen mich unter der Durchwahl -3063 oder auch per E-Mail: psycho-sozialdienst@uni-kiel.de

Wichtiger Hinweis: Heike Schmidt ist zurzeit nicht im Dienst. Ihr Ansprechpartner ist deshalb momentan Florian Hurka.

Betriebsärztlicher Dienst

Der Betriebsärztliche Dienst Nord GmbH berät und unterstützt Beschäftigte sowie den Arbeitgeber in allen Fragen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Eine Aufgabe, ist u.a. die Beratung bei Abhängigkeitserkrankungen.
Ansprechpartner für Sie ist der Arzt Herr Rolf Hartmann. Herr Hartmann verfügt über langjährige Erfahrungen in der Suchtberatung und berät sowohl Betroffene als auch Kolleg*innen und Führungskräfte.
Die Kontaktdaten und Sprechstundenzeiten finden Sie hier.

Beratungsservice Corrente

Der Beratungsservice Corrente ist ein externer Beratungsservice für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte sowie im selben Haushalt lebende Angehörige, der Sie im Auftrag der CAU bei Herausforderungen jeglicher Art berät – anonym, kostenlos im Notfall sogar rund um die Uhr.

Auch bei Suchtproblemen mit Alkohol, Nikotin, illegalen Drogen, dem zwanghaften Drang, ein bestimmtes Verhalten auszuüben (z.B. Glückspiel) und anderen Abhängigkeiten kann Corrente Sie beraten, unterstützen und weitervermitteln.

Die Beratung kann sofort oder per Terminvergabe telefonisch, online oder per App erfolgen. Zugang zum Beratungsservice Corrente finden Sie hier.

Informationen:

Die Dienstvereinbarung zur Suchtprävention

Suchtprävention und die Hilfe für suchtgefährdete oder -kranke Beschäftigte sind wichtige Aufgaben des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
Als Grundlage zur gemeinsamen Arbeit zur Prävention von Suchterkrankungen und zum Umgang mit von Sucht Betroffenen, hat die CAU eine Dienstvereinbarung zum Thema Sucht erstellt. Sie enthält Informationen für Gefährdete oder Abhängige sowie Vorgesetzt*innen und Kolleg*innen. Darüber hinaus beinhaltet diese Regelungen und Vereinbarungen für den Umgang mit Sucht an der CAU. Die Dienstvereinbarung zur Suchtprävention.pdf

Stufenplan-Gespräche

Laut §6 der Dienstvereinbarung zur Suchtprävention, sind Stufenplan-Gespräche zwischen dem Vorgesetzen und einem auffälligen Beschäftigten zu führen, wenn der Verdacht auf eine Suchtgefährdung oder –Erkrankung besteht.

Die Stufenplan-Gespräche sind ein strukturiertes Interviewverfahren zum Zwecke eines Klärungsgespräches. Es handelt sich hierbei um fünf Gesprächsstufen, deren Inhalt und Abfolge festgelegt ist, wobei es sich um keinen strikten Handlungsplan handelt, sondern um Empfehlungen, die erforderlichenfalls dem Einzelfall anzupassen sind.
Für die Durchführung der Stufenplan-Gespräche stehen Ihnen unterstützend die unten aufgeführten Handlungshilfen zur Verfügung. In diesen finden Sie detailliert Informationen zum Inhalt und Vorgehen der Gespräche. Die folgenden Paragraphen in der Dienstvereinbarung beziehen ebenfalls sich auf die Stufenplan-Gespräche und sind deshalb im Vorfeld und bei der Durchführung der Gespräche zu beachten:  §5, §6, §7, §9 Nr. 3 und 4, §11. Die Dienstvereinbarung zur Suchtprävention.pdf

Grundsätzlich werden die Gespräche im Vorfeld terminlich vereinbart sowie im Anschluss protokolliert und als Kopie den Betroffenen gegen schriftliche Empfangsbestätigung ausgehändigt.  

Betroffene haben das Recht zu den Gesprächen ein Personalratsmitglied und/oder ein Mitglied der Schwerbehindertenvertretung bei Vorliegen einer Gleichstellung bzw. Schwerbehinderung hinzuzuziehen. Auch können die innerbetrieblichen Suchtberater*innen hinzugezogen werden. Diese stehen auch während des gesamten Verfahrens fachlich beratend zur Seite – auch während der Arbeitszeit. Zur Übersicht der Ansprechpartner*innen.

Vorgesetzte können sich Bei Fragen zum gesamten Prozess der Stufenplan-Gespräche ebenfalls an die verschiedenen Ansprechpartner*innen wenden.

Handlungshilfen für die Umsetzung der Stufenplangespräche zum Download:

Kurzübersicht – Gesprächsstufenplan Sucht.pdf
Die Übersicht zeigt schematisch die fünf Gesprächsstufen, das Vorgehen und die Inhalte der einzelnen Gespräche

Stufenplan.pdf
Der Stufenplan erklärt detailliert das Vorgehen und die Inhalte in den verschiedenen Gesprächsstufen 1-5.

Gesprächsleitfaden.pdf
Der Gesprächsleitfaden gibt Empfehlungen hinsichtlich der Abfolge der Stufenplan-Gespräche sowie der Gesprächsbeteiligten. Zudem werden Empfehlungen zur Gesprächsvorbereitung und – inhalten und –ablauf gegeben.

Protokollvorlage.pdf
Dokumentation der Auffälligkeiten am Arbeitsplatz, aufgezeigten Hilfsangebote, angekündigter Konsequenzen, getroffene Vereinbarungen sowie des nächsten Gesprächstermins.  

Informationen für Führungskräfte

Sie als Vorgesetzt*in, leisten einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Suchtprävention. Sie haben eine Fürsorgeverantwortung sowie Vorbildfunktion gegenüber den Beschäftigten.

Im Rahmen gesundheitsorientierter Führung ist es wichtig, dass Sie Auffälligkeiten am Arbeitsplatz möglichst frühzeitig ansprechen. Die verschiedenen Arten der Gesprächsführung und die weitere Vorgehensweise bei bestehen Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem Thema Sucht finden Sie in der Dienstvereinbarung Sucht unter § 5.3. Die Dienstvereinbarung zur Suchtprävention.pdf

Wenn Sie erkennen, dass die Ursache für ein auffälliges Verhalten eines*r Beschäftigten eine Suchtgefährdung oder –Erkrankung ist, sind die struktierierten Stufenplan-Gespräche durchzuführen. Informationen zu den Stufenplangesprächen finden Sie hier.

Beratung und Unterstützung bei der Durchführung, Vor- und Nachbereitung von Gesprächen erhalten Sie bei den genannten Ansprechpartner*innen.

Der Arbeitskreis Suchtprävention

Der Arbeitskreis Suchtprävention legt die Ziele für die spezifische Präventionsarbeit und die zugehörigen Hilfsangebote fest und setzt diese mit Hilfe der Suchtberater*innen um. Der Arbeitskreis übernimmt die innerbetriebliche Aufklärung über Süchte, insbesondere Alkoholmissbrauch und Alkoholkrankheit sowie über Missbrauch von Medikamenten oder illegalen Drogen und deren Folgen.

Zum Arbeitskreis gehören Stand Juni 2021:
Dr. Oliver Beermann als Vertreter des Personalrats Wissenschaft
Heinke Gier als Vertreterin des Personalrats
Rolf Hartmann als Betriebsarzt
Florian Hurka als Vertreter aus dem Team der innerbetrieblichen Suchtberatung
Melina Ottenberg als Vertreterin der Jugend- und Auszubildendenvertretung
Wiebke Skala als Vertreterin der Dienststellenleitung
Elger Stützer als Vertreter der Schwerbehindertenvertretung
Dr. Iris Werner als Gleichstellungsbeauftragte der CAU

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